Café PLUS ist Kaffee plus Input

Monatlich treffen wir uns - meist - am dritten Donnerstag eines Monats um 14.30 Uhr. Mal in der Christuskirche Bonlanden, mal in der Johanneskirche Echterdingen. Locker beginnt es mit Singen und Kaffee trinken. In der zweiten Hälfte dürfen wir meist einen Referenten zu schönen und interessanten Themen oder Aktionen begrüßen. Schluss ist gegen 16.30 Uhr.

Auf folgende Gäste mit besonderen Themen freuen wir uns:

Rückblick: Ein Nachmittag über Matthias Claudius

gehalten von der Gastreferentin Doris Franz, Stuttgart

„Der Mond ist aufgegangen“; auf Anhieb hat man dieses Gedicht im Ohr, wenn der Name Matthias Claudius fällt. Das ist aber bei weitem nicht das einzige, wie wir beim Café-PLUS-Nachmittag von Frau Doris Franz aus ihrem Matthias-Claudius-Vortrag erfahren. Originelle, fröhliche, von tiefem Gottvertrauen und Bewunderung für die Schöpfung geprägte Gedichte hat er uns geschenkt.

Für Zuhause bekamen wir von Frau Franz ein Dankgedicht mit, überschrieben von Claudius mit der Aufforderung: Täglich zu singen.

Das wollen wir euch nicht vorenthalten; hier ist es:

Christa Schädlich

 

 

Täglich zu singen

Ich danke Gott, und freue mich
    Wie 's Kind zur Weihnachtsgabe,
Dass ich bin, bin! Und dass ich dich,
    Schön menschlich Antlitz! habe;

Dass ich die Sonne, Berg und Meer,
    Und Laub und Gras kann sehen,
Und abends unterm Sternenheer
    Und lieben Monde gehen,

Und dass mir denn zumute ist,
    Als wenn wir Kinder kamen,
Und sahen, was der heil'ge Christ
    Bescheret hatte, Amen!

Ich danke Gott mit Saitenspiel,
    Dass ich kein König worden;
Ich wär geschmeichelt worden viel,
    Und wär vielleicht verdorben.

Auch bet ich ihn von Herzen an,
    Dass ich auf dieser Erde
Nicht bin ein großer reicher Mann,
Und auch wohl keiner werde.

Denn Ehr und Reichtum treibt und bläht,
    Hat mancherlei Gefahren,
Und vielen hat's das Herz verdreht,
    Die weiland wacker waren.

Und all das Geld und all das Gut
    Gewährt zwar viele Sachen;
Gesundheit, Schlaf und guten Mut
    Kann's aber doch nicht machen.

Und die sind doch, bei Ja und Nein!
    Ein rechter Lohn und Segen!
Drum will ich mich nicht groß kastei'n
    Des vielen Geldes wegen.

Gott gebe mir nur jeden Tag,
    Soviel ich darf zum Leben.
Er gibt's dem Sperling auf dem Dach;
Wie sollt er‘s mir nicht geben!